Chronik des Oratorienchors Heidenheim

Helmut Bornefeld

OHC

100 Jahre Oratorienchor Heidenheim e.V.

Anzeige im "Grenzboten" vom 30.7.1907

 

Im Sommer 1907 erschien im "Grenzboten" ein Inserat. Dekan Eytel lud dazu ein, in Heidenheim einen "Oratorienverein" zu gründen. Ein gutes Jahr später, im November 1908, begannen die Proben zu Mendelssohns "Elias". Die erste Aufführung unter Mittelschullehrer Kirschner fand im darauffolgenden Frühjahr statt. Der Chor gab in der Folgezeit jährlich je zwei Konzerte mit Werken aus Barock, Klassik

Nach einer Pause während des ersten Weltkriegs nahmen die Sängerinnen und Sänger die Proben wieder auf. Auch der Oratorienverein sah sich jedoch während der Nachkriegsjahre und in der Zeit der Inflation großen Herausforderungen gegenüber. So war "schon die Fortführung der regelmäßigen Singstunden durch die Kohlennot im Winter kaum möglich". Doch die Aktiven ließen sich nicht beirren: "In die Singstunden brachte man nicht nur die Noten, sondern auch das eingewickelte Union-Brikett und Holzscheitle mit".

Mit dem Jahr 1933 begann die zunehmende Gleichschaltung des kulturellen Lebens durch die "Reichsmusikkammer". Helmut Bornefeld, der 1937 die Leitung des Oratorienchors übernommen hatte, sah sich schließlich im Herbst 1938 außerstande, seine Arbeit fortzuführen.

 

 

Erst nach dem Ende des zweiten Weltkriegs fanden sich 1946 Musikbegeisterte unter Wilhelm Hauslaib zu einem